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minifon P55 Drahtton-Geräte
minifon P55 „Kunststoff“
Das minifon P55 löste
1955 das minifon Mi51/Mi53 ab. Es war eine völlige Neukonstruktion.
Einzig
geblieben ist die Leitidee, wie beim Mi51/53, ein Gerät zu schaffen, welches
eine mehrstündige ununterbrochene Aufnahmedauer
in einem Gehäuse kleiner als das
des Mi51/53 ermöglichen sollte.
Das erste P55 hatte zu Beginn noch ein
Kunststoffgehäuse.
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P55 Kunststoff 1
Der obere Gehäusedeckel besaß noch kein Scharnier und
musste zum Wechseln der Batterien sowie der Spulen ganz abgenommen werden.
Unterhalb der rechten Drahtspule sind drei kleine Bohrungen zu erkennen.
Nur das
P55 im Kunststoffgehäuse hatte an dieser Stelle den „Stromanschluss“ für die
Laufwerksstromversorgung bei stationärem Betrieb.
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P55 Kunststoff 2
Diese Laufzeit-Balkenanzeige ist auch so eine minifon
„Spezialität“.
Statt eines Dezimalzählwerkes wird durch einen schwarzen
Drehbalken mit einer weiß aufgetragenen Spirale die Drahtposition in „Echtzeit“
angegeben.
Hierzu musste nach dem Einlegen einer neuen Drahtspule der
„Anzeigebalken“ auf Null gestellt werden.
Dazu benötigt man einen
„bleistiftdünnen“ Finger, sofern man hierfür nicht gleich einen Stift zu Hilfe
nahm,
um an einem kleinen Rädchen bei geöffnetem Gerät auf dieser Welle die
Anzeige auf „0“ zu stellen.
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P55 Kunststoff 3
Hier ist eine Laufzeit von fast 3,5 Stunden abzulesen.
Dauert die Aufnahme respektive die Wiedergabe länger als 4 Stunden, beginnt die
Anzeige automatisch von vorn.
Überschreitet also je nach der Länge des Drahtes
die Aufnahme / Wiedergabe das Skalenende von 4 Stunden, ist der aktuelle
Zählerstand einfach hinzu zu addieren.
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276_7628.JPG
Ebenfalls ein Novum war
dieser aufklappbare und um 45 Grad drehbare Drehschalter.
Mit ihm war es
möglich, die Drahtgeschwindigkeit umzuschalten:
Der Punkt nach oben wies auf
einen „Notenschlüssel“ für einen besseren Frequenzumfang ! (na-ja).
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276_7629.JPG
Rechts gedreht, auf
„DICT.“ Position gerichtet, ermöglichte die dadurch gesenkte
Drahtgeschwindigkeit eine gesteigerte Aufnahmedauer.
Diese Option gab es nur
ganz kurz. Noch im Laufe des Modelltyps gab man diese Funktion mit dem P55
„Metall-Gehäuse“ wieder auf.
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P55 Kunststoff 4
Die sehr formschöne und praktische Bereitschaftstasche
aus Kunstleder.
Zur Bedienung konnte der vordere Teil aufgeklappt werden.
So
waren alle Bedienungselemente zugänglich, sowie eine verkleinerte
Bedienungsanleitung unter der klaren Kunststofffolie im Deckel „immer zur Hand“
.
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P55 Kunststoff 5
Völlig neu sind
erstmals die gleich großen Kunststoffspulen.
Sie sind von nun an immer paarweise
miteinander verbunden, was den Spulenwechsel sehr vereinfacht.
Die
Drahtspulen sind aufgelegt.
Die Batterien 1,5V zur Kathodenheizung und 30V
Anodenbatterie sind nicht eingelegt.
Auf dem Bild sind gut die drei
Batterie-Fächer des P55 zu sehen.
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P55 Kunststoff 6
Das Logo ist im
Kunststoffdeckel eingeprägt. Eine schöne Plakette war dem P55 im Metallgehäuse
vorbehalten.
Das P55 hatte wie auch sein Vorgänger, das Mi51, einen
Röhrenverstärker.
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272_7241.jpg
Das P55 benötigt deshalb
neben der Antriebsbatterie mit 12 Volt, zusätzlich eine Batterie zum Heizen der
Kathoden mit 1,5 Volt und eine 30 Volt Batterie für die Anoden.
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P55 Kunststoff 9
Alternativ zur
teuren 12 Volt Antriebs-Batterie mit relativ geringer Betriebszeit, wurde auch
ein so genannter mini-accu angeboten.
Dieser mini-accu konnte sowohl
innerhalb des minifon-Gerätes, wie auch außerhalb mit dem stationären 220 Volt
Netzgerät geladen werden.
Nach dem P55 Kunststoff wurden alle folgenden Gehäuse aus hochfestem und leichten Magnesium gefertigt und mit einem Hammerschlaglack lackiert.
Maße P55
Kunststoffgehäuse:
Breite: 10,1cm
Länge: 17,1cm
Höhe: 3,8cm
minifon P55 „Leichtmetall“
Die Bezeichnung P55 ist im Vergleich zu
dem Vormodell gleich geblieben. Dennoch war es eine völlige Neuentwicklung.
Mit seinen Maßen von Breite: 10,3cm, Länge: 17,7cm, Höhe: 4,1cm entsprach es
etwa den Maßen seines Vorgängers.
Die maximale Aufnahmezeit wurde im
Vergleich zum Mi51/53 auf 2,5 Std. bzw. 4 Std. verlängert.
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P55 Metall 1
Erster augenfälliger
Unterschied zur Vorserie ist das liebevoll gestaltete Emblem und das
Metallgehäuse im beigen Hammerschlaglack.
Der obere Deckel ist nun zweckmäßig
mit einem Scharnier an der unteren Gehäuseschale befestigt.
Nicht nur das Gehäuse
unterscheidet die beiden P55 Typen, sie differieren auch in technischer Hinsicht
ganz erheblich voneinander.
Siehe hierzu auch Kapitel "Tiefere Einblicke in die
Technik der einzelnen Modelle".
Perfektion en miniature,
- welch eine beeindruckende, feinstmechanische, wie auch elektronische Leistung, die einer kleinen Firma wie der Protona GmbH Hamburg gelungen ist.
Um die hohen
Anforderungen für die Produktion des P55 zu erfüllen, wurden fast alle
feinmechanischen Komponenten einschließlich des Motors,
des Tonkopfes und des
kompletten Gehäuses aus Magnesium sowie alle Kunststoff-Teile selbst gefertigt!
Das P55 hatte, wie auch sein Vorgänger, das Mi51, einen Röhrenverstärker.
Deshalb benötigte es neben der Antriebsbatterie mit 12 Volt zusätzlich eine
Batterie zum Heizen der Kathoden mit 1,5 Volt und eine 30 Volt Batterie für die
Anoden.
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P55 Metall 5
Wie auch beim P55 "Kunststoff"
gab es alternativ
zur teuren 12 Volt Antriebs-Batterie mit relativ geringer Betriebszeit, auch den
so genannter mini-accu.
Dieser mini-accu konnte sowohl
innerhalb des minifon-Gerätes wie auch außerhalb mit dem stationären 220 Volt
Netzgerät geladen werden.
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P55 Metall 2
Zu allem bereit, - P55
mit Tischlautsprecher. Der Durchbruch im Fuß des Tischlautsprechers für die
Mikrofonzelle hat hier keine (!) goldene Umrandung.
Das Kabel, vom
Tischlautsprecher kommend, teilt sich in zwei Stränge:
-> vom rechten Strang
bekommt der Tischlautsprecher das „Wiedergabe“-Signal,
-> über den linken
Strang erhält der Tischlautsprecher den elektrischen Strom für den (bereits
1954/55!) mit Transistoren aufgebauten Lautsprecherverstärker.
Interessant:
Der Stecker für die Stromversorgung ist „anreihbar“ , d. h. die Energie für den
Antrieb kann, wenn hierfür keine Batterie im P55 wäre,
durch Anreihen eines
baugleichen Steckers von außen durch ein Netzteil zugeführt werden.
Es wäre
auch möglich, einen mini-accu, der im minifon eingesetzt wäre, von hier aus zu
laden.
Die Strombuchse ist von der Seite (beim P55 „Kunststoff“) nach vorne
gewandert. Sie ersetzt den Drehknopf für die Drahtgeschwindigkeit.
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P55 Metall 4
Von nun an gab es zwei
verschiedene P55-Typen:
Den „L“-Typ für „L“-angzeitaufnahmen und den „S“-Typ
für „S“-tandardaufnahmen (siehe auch unten).
Der Anwender musste sich von vornherein darüber im
Klaren sein, wozu er „sein P55“ (später auch beim special) einsetzen wollte.
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275_7599.JPG
Eine sehr seltene „L“-Version mit rotem P55-Logo. Der
Zählbalken reicht bis 135 (Minuten).
Es handelt sich also um eine „L“-Version,
die mit dem roten Logo sehr selten ist.
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276_7605.JPG
Dieses auch optisch perfekt erhaltene Gerät hat die vergangenen Jahrzehnte
wohlbehütet in seiner Original-Verpackung überstanden.
307 Standard-Mikrofon,
Aufnahem / Wiedergabe Kombination mit integrierter Bereitschaftsanzeige
518
Spezial Flugzeug-Mikrofon
505 Armbanduhr-Mikrofon
519 Krawattenmikrofon
511 Telefonadapter
508, 509, 510 diverse Aufnahme- und Wiedergabe- und
Verbindungskabel
133 Taschenschalter
801 Stethoset
515 Einohrhörer
504 Tischlautsprecher
512 Fuß-Schalter
501 Bereitschaftstaschen
517
Schulterhalfter
503 minifon-Koffer
513 Netzanschlussgerät
514
Autoanschlusskabel
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