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SABA 600-SH

Übersicht


DUAL TG28

Ein Herz für die einmotorigen Kleinspuler

Bild TG_1
TG_1

Bild TG_2
TG_2

Dalli Klick: Wem gehört diese Behausung?
Schon die Zarge erinnert an Plattenspieler der einst renomierten Fa. DUAL aus der damaligen Bundesrepublik.

 

Bild TG_3
TG_3

In der Echtholzzarge steckt diese 2mm starke „Pappschachtel“.

 

Bild TG_4
TG_4

Darin steckt allseitig geschlossen die Stahlplatte, die alle Komponenten des Tonbandgerätes trägt.

 

Bild TG_5
TG_5

Auf den ersten, flüchtigen Blick offenbart sich nichts Aufregendes. Reibräder sind Klassenstandard und dem Plattenspieler Spezialist DUAL nicht unbekannt. Zwei Umlenkbügel aus Kunststoff! wirken jeweils auf eine Schnurbremse.

 

Bild TG_6
TG_6

Die Kopfsektion zeigt neben dem Löschkopf lediglich einen Kombikopf. Ein dritter Kopf blieb dem „Topmodell“ TG 29 vorbehalten. Die Capstanwelle ist „fliegend“ gelagert. Zwei Sinterbuchsen befinden sich in einer Aussparung in der Lagerführung oberhalb! der Schwungmasse. Ein Riemenwechsel wird so zum Kinderspiel: 3 Schrauben und eine „Kegel-Schraube“ der Kopfträgerplatte lösen, mitsamt der Schwungmasse etwas anheben und den neuen Riemen einfach darunter durch schieben. Danach die Schrauben (zuerst die Kegelschraube zur Zentrierung) wieder anziehen, - et voilà- das war`s!

 

Bild TG_7
TG_7

Ist das alles? Mehr Elektronik braucht´s nicht. Interessantes Detail auch hier: der nach drei Seiten abgeschirmte Motor fungiert gleichzeitig auch als Transformator und ist in der Drehebene um volle 10mm zu jeder Seite frei beweglich! So ist er in hohem Maße mechanisch entkoppelt und gleicht Lastspitzen aus. Das ist wohl die Handschrift eines erfahrenen und erfolgreichen Plattenspieler – Herstellers.

 

Bild TG_8
TG_8

Auch sehenswert: Beide Bilder sind aus exakt der gleichen Kameraperspektive entstanden.

 

Bild TG_9
TG_9

Ein Glühlampchen, eine mechanisch mit der Aufnahmetaste gekoppelte Blende ergeben drei Funktionen: VU`s leuchten dezent zur Einschaltkontrolle, etwas heller zusammen mit dem roten Fensterchen bei Aufnahme.
Die VU`s sehen nicht spektakulär aus, zeigen aber in db an und sind sehr „flink“

 

Bild TG_10
TG_10

Ein weiteres interessantes Detail sind die mechanisch gekoppelten Eingangs-Potentiometer. Sie können je nach Bedarf auch durch leichtes Ziehen des linken Drehknopfes entkoppelt werden und beide Kanäle wie oft leider üblich mehr oder weniger gleichmäßig zum Ein- und Ausblenden bei der Aufnahme betätigt werden. Der Hit ist aber, dass in gedrücktem Zustand durch Drehen einer der beiden Knöpfe der jeweils andere bei Erreichen der gleichen Position des anderen beide Potis automatisch mechanisch gekoppelt werden. Es ist immer wieder spaßig, wenn man an einem Knopf dreht, der andere ihm auf dem Fuße folgt! Es macht Spaß, mit diesem Maschinchen Rundfunksendungen aufzunehmen. Es gilt dabei die Anmoderation und das Hineinsprechen in die letzten Takte rechtzeitig ein- bzw. auszublenden.
Wie sehr wünschte ich mir so ein feature bei meiner Tandberg TD 20A oder der Revox A77 –seufz!

 

Bild TG_11
TG_11

Sehr saubere und ansprechende Gestaltung der oberen Geräteabdeckung: oben in Stahl- unten in Alu-Blech.

Details des finish:

Bild TG_12
TG_12

Bild TG_13
TG_13

Die Beschriftungen auf dem Stahlblech sind nicht einfach aufgeklebt, sondern . . .

 

Bild TG_14
TG_14

. . . in geprägte Mulden bündig eingelegt.

 

Bild TG_15
TG_15

So auch hier: Löcher für die Verschraubung mit der Zarge werden elegant mit gleichfarbigen Kunststoffstopfen verschlossen.

 

Bild TG_16
TG_16

Bild TG_17
TG_17

Die TG28 in mit der schönen holz gefassten Abdeckhaube, leider ohne Scharniere.

Zum Schluß das Fazit: wertige, ansprechende Verarbeitung, interessante Detaillösungen und ein erstaunlich guter Klang. Leider ist das surrende Laufgeräusch trotz konstruktiver Lösungen etwas störend. Das konnte DUAL bei seinen Plattenspielern deutlich besser.